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VORTRÄGE
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DIE MRT BEFREIT DIE RÖNTGENWELT AUS IHRER „SPLENDID ISOLATION“
Die große Bedeutung der Radiologie als diagnostischer Master für den Krankenhausprozess geht aus Abbildung 1 hervor: Im Durchschnitt wird jeder stationäre Patient je Krankenhausaufenthalt 1,3 Mal radiologisch untersucht. Durchschnittlich hat das Röntgen dabei einen Anteil von 80%, die CT 15%, die MRT 5%. Interessant ist die Einsatzhäufigkeit je Modalität. Ein Patient wird je Aufenthalt durchschnittlich 1,34 Mal geröntgt, wird er im CT untersucht, ist die Wiederholrate 20%, wird er im MRT untersucht, liegt die Wiederholrate durchschnittlich bei 10%.
Daraus lässt sich naiv zunächst der Schluss ziehen, dass sich mit der MRT Erkrankungen früher und sicherer erkennen lassen als mit anderen diagnostischen Modalitäten. Erhärtet wird diese Annahme, wenn die Analyse des Skelettröntgens feststellt, dass Gelenkuntersuchungen etwa 40% bis 50% mit Hilfe von konventionellen Röntgenaufnahmen durchgeführt werden. Auch der Wirbelsäulenanteil liegt über 10%. Beides sind inzwischen klassische MR-Indikationen. Wie träge die Systemstrukturen in der Radiologie mit dem Wandel beim Einsatz der MR umgehen, zeigt Abbildung 3. Dort ist für ein typisches großes Akutkrankenhaus das radiologische Spektrum dargestellt. 80% sämtlicher Leistungen werden mit Röntgengeräten erbracht (CT ausgenommen). Der MRT-Anteil macht nur 5% aus. Ein älteres 1,0 T-Gerät steht zur Verfügung. Das MR-Spektrum bildet eher die klassischen Verhältnisse der 80er Jahre ab mit einem ZNS-Anteil von über 80%.
Tatsächlich ist die Menge derjenigen Indikationen, bei denen mit Hilfe der MR Erkrankungen früher und sicherer erkannt werden, um den Faktor 9 größer. Der ZNS-Anteil liegt bei 40%, andere Indikationen wie Erkrankungen an Gefäßen, Herz, den abdominellen und thoracalen Organen sowie der Mamma haben einen größeren Anteil. Dementsprechend liegt der gesamte MR-Anteil bei der Menge der Indikationen bei über 40%, der Röntgenanteil sinkt auf 47%.
Dabei wird die MRT auf absehbare Zeit noch von einer ungebrochenen Entwicklungsdynamik profitieren; zumal das Resonanzverfahren ein wesentlich empfindlicheres Messprinzip ist als die Absorption von Röntgenstrahlen. Deshalb lassen sich Erkrankungen mit der MRT im Allgemeinen früher feststellen als mit dem CT.
Legt man die Ergebnisse der Abbildung 1 und der Abbildung 3 zugrunde, um die Verschiebung des Einsatzes der Modalitäten und Methoden zugunsten von MRT auf die Kosten zu ermitteln, lässt sich ableiten, dass dieser Einfluss in der Größenordnung von 5% bis 10% liegt (Tabelle 1, erste Zeile, und Abbildung 4). Die entsprechenden Verhältnisse sind in Abbil-
dung 2 dargestellt, indem das Ist-Spektrum der Abbildung 1 bzw. Abbildung 3 mit dem modernen Spektrum (Abbildung 3) verglichen wird. Wir haben dann die durchschnittliche Einsatzmöglichkeit je Modalität auf beide Spektren abgebildet und erhalten gemäß Abbil-
dung 2 die Anzahl der radiologischen Fälle je Krankenhausaufenthalt. Im Falle des modernen Spektrums reduziert sich also die Verweildauer um 8%. Wenn die Krankenhausleitung die daraus resultierenden Kosteneinsparungen tatsächlich realisieren sollte, kann sie jedes Jahr mehrere MRT-Geräte erwerben und der Radiologie zur Verfügung stellen.
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